Sebastian Fitzek über

Es geht um eine Psychiaterin,der etwas Schlimmes angetan wurde.
Sie wurde in einem Hotel vergewaltigtund keiner glaubt ihr.
Sie entwickelt paranoide Zügeund verkriecht sich in ihrem Haus.
Sie bestellt sich alles nach Hause</font>und öffnet nur dem Postboten.
Eines Tages bitter er sie, ein Paketfür einen Nachbarn anzunehmen.
Einen Nachbarn,dessen Namen sie nicht kennt.
Dabei meint sie, sie kennt jedenin dieser kleinen Straße, in der sie schon sehr lange lebt.
Mit dem Paket lässt sie dann dochdas Grauen in die eigenen vier Wände.
Wenn Sie z.
B.
einen Brief bekommen, dass ein Familienvaterim Drogennetz war, dem drohte, dass er alles verliert.
Er hat den ganzen Tagnur darüber nachgedacht, wann er die nächste Line ziehen kann.
Wenn der schreibt,er hat dein Buch gelesen und auf einmal nicht mehrdarüber nachgedacht.
Dann hat er alle Bücher gelesenund am Ende war die Therapie vorbei und seine Droge ist jetzt Fitzek.
Wenn man so einen Brief bekommt,weiß man, warum man schreibt.
Und man weiß,wie wichtig dieses Feedback ist und wie toll es ist,mit den Lesern in Kontakt zu treten.
Autor ist ja normalerweiseein sehr einsamer Beruf.
Diese Form des Feedbacks benötigtman, damit man weiter schreibt.
Vor ganz vielen Dingen.
Der Psychopathkennzeichnet sich z.
B.
dadurch, dass er nicht weiß,was Schmerz oder auch Leid ist.
Das kann er nicht nachvollziehen.
Also könnte er darüberauch nicht schreiben.
Ich habe Flugsorge,Angst vorm Zahnarzt, als Kind habe ich zu viel”Aktenzeichen XY” gesehen.
Ich dachte immer, ich werde entführt.
Die größte Sorgehabe ich aber vor dem, was auch häufigmeinen Protagonisten passiert, eben dass man einenirreparablen Fehler macht, mit dem man nicht selbstsondern andere schädigt.
Den kann man dannnicht mehr rückgängig machen.
Und dann muss man mit dem Leid,das man anderen angetan hat, klar kommen.
Davor habe ich natürlich Sorge.

 

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