Die erste «BaZ»
Eine farblose Angelegenheit: das war das Zeitungsmachen bis Mitte der 1980er-Jahre. Eines der ersten Farbbilder druckte die Basler Zeitung im September 1986. Bis dahin kamen redaktionelle Inhalte Schwarz auf Weiss daher – abgesehen von einzelnen Schlagzeilen in Rot und den typischen roten BaZ-Linien.
Mit aufwändigen Farbdrucken trumpfte vor allem die Werbung auf, wie dieses Inserat der Swissair zeigt:

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Die erste «Basler Zeitung» erschien an einem Montag, dem 31. Januar 1977. Einige der Themen, die die «BaZ»-Redaktion für den grossen Tag zusammengestellt hatte, sind auch heute noch aktuell. Andere wiederum lassen uns schmunzeln. Eine Zeitung für eine Reise zurück in die 1970er-Jahre.
Kaiseraugst: Beschwerde
Es gibt wohl kaum ein Thema, das als so typisch für die Berichterstattung der «National-Zeitung» in Erinnerung geblieben ist, wie das AKW Kaiseraugst.
Auch die neue BaZ schien sich nicht zu scheuen, «Kaiseraugst» auf die Titelseite zu bringen. Selbst wenn es in der Erstausgabe nur eine kurze SDA-Meldung ist. Sie berichtet vom Aargauer Staatsanwalt, der einen «prozessordnungswidrigen Beschluss» anfechten will, damit später «führende Persönlichkeiten der Besetzung des A-Werk-Baugeländes» verurteilt werden können.
Auch wenn der Zwölfzeiler etwas lieblos daherkommt: Zufällig steht er bestimmt nicht auf der Titelseite. Vielleicht eine Geste gegenüber den Fusionskritikern, dass auch die neue BaZ am heissen Eisen «Kaiseraugst» dran bleiben will?
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Wie stellt man seinen Lesern eine Zeitung vor, mit der niemand so richtig glücklich sein wollte, als sie angekündigt wurde? Mit welchem fulminanten ‹ersten Satz› weist man die Zweifler in die Schranken? Und gewinnt man die Unentschlossenen für sich?
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Nicht mit einem Chefredaktor, sondern mit deren zwei, stellte sich die neue «Basler Zeitung» 1977 ihrer Herausforderung als Monopolblatt.
Kein Wunder — entstand die «BaZ» doch als Fusionsprodukt zweier traditionsreicher Basler Zeitungen, der «Basler Nachrichten» und der «National-Zeitung». Da sich an dieser Fusion die Gemüter erhitzt hatten, wollte man beiden Leserkreisen etwas bieten, um sich mit dem neuen Blatt identifizieren zu können. Richten sollte es die Doppelbesetzung in der Chefredaktion.
Dass dahinter aber auch personalpolitisches Kalkül steckte, kann Franz C. Widmer nicht ganz verhehlen. «Menschlich sehr nett», sei es gewesen. Widmer war 1977 als «Chef vom Dienst» massgeblich an der Konzeption der «Basler Zeitung» beteiligt gewesen.
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Die Leserschaft war alles andere als zufrieden mit der ersten «BaZ». Die Reklamationen betrafen vor allem den Umfang der Zeitung. Und die Tatsache, dass die Todesanzeigen nur umständlich zu finden waren.
Franz C. Widmer war 1977 der Mann, der als «Chef vom Dienst» die erste «BaZ» aus der Taufe hob. Er erinnert sich, wie man mit dem «Veranstaltungskalender fürs Hörnli» für Ruhe bei der Leserschaft sorgen konnte.
(«Hörnli» heisst im Basler Volksmund der kantonale Friedhof nahe der Grenze zu Deutschland.)
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Es war der Montag nach einem Wochenende, an dem die Schweizer im Sport besonders erfolgreich abgeschnitten hatten. Allen voran Bernhard Russi. An diesem Montag, dem 31. Januar 1977, erschien in Basel die erste «Basler Zeitung».
Franz C. Widmer war 1977 der Mann, der als «Chef vom Dienst» die neue «BaZ» aus der Taufe hob. Im Gespräch mit uns erinnert er sich heute, 35 Jahre später, an die Freuden und Hürden auf dem Weg zur ersten «Basler Zeitung».
Übrigens: Die «BaZ» erschien damals in zwei Ausgaben. Eine wurde später gedruckt und in der Region Basel ausgeliefert, eine verliess die Produktion früher, um per Bahn auch den Rest der Schweiz erreichen zu können.
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